Danke, Coach!

Nach 15 Jahren als Trainer des FC Peterswald ist es an der Zeit, Danke zu sagen. Andreas Weber hat unseren Verein in drei Amtszeiten geprägt: von 2003 bis 2008, von 2010 bis 2012 und zuletzt von 2015 bis 2022. In diesen Jahren leitete er die Mannschaft in insgesamt 342 Spielen, davon 316 in der B-Klasse und 26 in der A-Klasse. Dabei konnte das Team 134 Siege und 54 Unentschieden feiern, musste aber auch 154 Niederlagen hinnehmen. Unter seiner Führung erzielte der FC Peterswald 623 Tore, während 658 Gegentreffer kassiert wurden. Doch Zahlen allein können nicht erfassen, was Andreas Weber für unseren Verein bedeutet hat.

Andreas war ein Trainer, der polarisierte. Er nahm kein Blatt vor den Mund und sagte stets offen seine Meinung – sei es auf dem Platz, in der Kabine oder abseits des Spielfelds. Er war ein Verteidiger seines Teams, stand immer hinter seinen Spielern und setzte sich bedingungslos für sie ein. Gleichzeitig scheute er sich nicht, intern klare Worte zu finden und die Mannschaft mit seiner direkten Art anzuspornen. Diese Ehrlichkeit und Leidenschaft haben ihn ausgezeichnet und unseren Verein über Jahre hinweg geprägt.

Darüber hinaus war Andreas einer der ausschlaggebenden Punkte dafür, dass man über einen Umbau der Sportanlage nachdachte und letztendlich mit der Umwandlung des Hartplatzes in einen Rasenplatz begann. Sein Engagement und seine Vision haben maßgeblich dazu beigetragen, dass diese wichtige Veränderung in Angriff genommen wurde.

Lieber Andreas, deine Zeit beim FC Peterswald war von unzähligen Emotionen, Erfolgen und Herausforderungen geprägt. Du hast unseren Verein mit Herzblut geführt, ihn durch Höhen und Tiefen begleitet und dabei Generationen von Spielern geformt. Für all das sagen wir: Danke! Danke für deinen unermüdlichen Einsatz, deine Ehrlichkeit, deine Leidenschaft und deine Loyalität.

Wir wünschen dir für deine Zukunft nur das Beste – und hoffen, dich oft als Gast auf unserem Sportplatz begrüßen zu dürfen!

Dein FC

Ehrung zu 60 Jahren Mitgliedschaft - Wilfried Seibel

Interview Wilfried Seibel

Nach 60 Jahren im Verein, was ist das Schönste an das du dich erinnern kannst?
• Was soll ich da sagen, da muss ich überlegen, denn 60 Jahre ist eine lange Zeit, in der viel passiert ist. Besonders freut mich, dass das Projekt 2. Mannschaft, welches in diesem Jahr gestartet ist, so schön angenommen wurde. Da erinnere ich mich gerne an 1970, da ich zu dieser Zeit die 2. Mannschaft selber trainiert habe. Das ist ein enormer Fortschritt des Vereins.
Was hältst du vom aktuellen Entwicklungsstand des Vereins?
• Damit bin ich sehr zufrieden. Der Umbau zum Rasenplatz ist nun der Dritte, den ich schon miterleben darf. Das sind Ereignisse, die man nicht vergisst. Besonders groß ist die Freude bei der positiven Resonanz über die neue Anlage (grinst). Bei der Gelegenheit möchte ich nochmals ein großes Lob an die Vorsitzenden aussprechen, die den Bau überhaupt erst ermöglicht haben. Nicht nur der Platz, sondern auch die Gegebenheiten außerhalb haben sich enorm verbessert (Anspielung auf den gepflasterten Vorplatz, der vorher lediglich von Lava bedeckt wurde). Der vorherige Zustand war grauenhaft und glich eher einem Rumpelpatz als einem vernünftigen Untergrund. Die Lava haben wir damals umsonst bekommen, da ich jeden Abend nach Feierabend für die Firma den Platz nochmals gewalzt habe.
In 5 Jahren steht die 100 Jahr Feier an. Welcher Stellenwert hat dieses Ereignis für dich?
• Dann hätte ich die 50, die 75 und die 100 Jahr Feier miterleben dürfen. Das wäre für mich persönlich eine Sensation.
Wie siehst du die sportlichen Leistungen in den letzten Jahren? Du warst ja immer voll dabei!
• Wenn man solange im Verein ist, dann kennt man all die Erfolge die man mit dem Verein erzielen konnte, aber leider auch die nicht so erfolgreichen Zeiten. Die Probleme sind ja jedes Jahr dieselben. Zu Beginn der Saison sind alle euphorisch dabei, aber die Ausfälle häufen sich im Laufe einer Saison. Das ist aber kein Grund mehr sich aufzuregen. Das betrifft ja nicht nur uns, sondern alle Vereine.
Aber das ändert auch nichts an deinem Gemüt am Wochenende?
• Bei so gut wie jedem Training bin ich dabei und auch am Wochenende lasse ich mir kein Spiel entgehen. Die Meisten wissen es nicht, aber ich fahre einmal in der Woche zum Bildchen (Waldkapelle in Peterswald) und zünde für die Mannschaft eine Kerze an. Und das schon seit über 20 Jahren.